Die zweite Tour meines Camperwochenendes im Wallis führte mich wieder einmal über den Chalberfärich. Dazu fuhr ich mit dem Camper am morgen nach Gampel, um die Runde von dort aus zu machen. Ich hatte vor, die Tour mit ein paar neuen Varianten auszuprobieren.


Panorama Oberi Fäsilalpu


Wieder benutzte ich als erstes am morgen eine Bahn, diesmal nach Jeizinen. Und wie es sich eben für's Wallis gehört, nettes Personal, sehr moderate Preise.


Von Jeizinen fuhr ich über Engersch und Feschel in den langen Anstieg Richtung Tschärmilonga. Hier im Waldbrandgebiet oberhalb Leuk.


Tschärmilonga in Sicht, hier war der Pflichtteil erfüllt. Nun konnten die Trails beginnen.


Nach Tschärmilonga nahm ich nicht den Trail zur Torrentalp, sondern stach direkt in der Fallinie den Hang hinauf. Mit meiner Superform aus der Mont Blanc Woche war das überhaupt kein Problem schnell die gut 100 hM mit dem Bike auf der Schulter zu überwinden. Danach führte der Trail recht gut fahrbar dem Hang entlang, wo ich dann auf die Bergstrasse von der Torrentalp zur Rinderhütte stiess.


Auf der Rinderhütte traf ich dann kein schönes Bild an. Eine riesige Baustelle eines neuen Speichersees und die Strasse ist neu angelegt worden. Nach einem schnellen Kaffee und Kuchen hielt es mich nicht sehr lange hier.


Bald war ich dann auf dem bekannten wunderschönen flowigen Trail Richtung Bachalp.


Panorama über Tschärmilonga ins Wallis.


Immer wieder schön dieser Blick zum Weisshorn...


...oder auch diese Passage.


Nach Oberu der ausgefahrene Trail...


...zur Bachalp. Es hatte doch einige Biker in beiden Richtungen unterwegs, erfreulicherweise auch ganze Frauengruppen.


Auf der Niwenalp oder eben Chalberfärich begann dann die zweite Variante, indem ich statt den Trail zur unteren Feselalp den direkten Weg nach Stafel nahm. Es war ähnlich wie auf die Varneralp, nur kürzer, zuerst ein wenig schieben und tragen, dann vieles fahrbar. Insgesamt eine schöne Variante wenn man die steile Teerstrasse umgehen will. Zudem dürfte der Trail in der anderen Richtung alles fahrbar sein.


Bereits kurz vor Stafel, der Trail führt fast alles fahrbar über die schönen Alpweiden.


Noch der letzte Aufstieg...


...dann steht man an diesem wunderschönen Ort und geniesst den Blick weit hinein ins Lötschental. Für mich einer meiner Lieblingsorte im Wallis.


In Meiggu die nächste Routenänderung. Da ich ja zurück nach Gampel wollte und das nicht über Goppenstein und die Teerstrasse runter ins Tal, bog ich hier gleich nach unten. Ich hatte bereits Berichte gelesen, dass man hier auch direkt runter nach Goppenstein fahren kann. Ich nahm also diesen Trail unter sie Stollen und was soll man sagen, ein Traum.


Ein Stück weiter unten bog ich dann rechts weg, alles dem Hang entlang nach Jeizinen. Ein absoluter Traumtrail, wie man sie im Wallis halt noch findet.


Kurz vor Jeizinen war dann der erste Teil geschafft, eine Pause an diesem schönen Aussichtspunkt half, die gesammelten Eindrücke zu verdauen.


Die letzte Abfahrt von Jeizinen runter nach Gampel war dann nicht mehr so spassig, ein Geholpere und Gerumpel auf einer technisch anspruchslosen ausgelutschten breiten Piste. Gut für die Bahn, die dank dieser Abfahrt die Frequenzen stark erhöhen konnten, wie der Bahnwärter am morgen erzählte.

47 km, 4h26', 1'756 hM