Ich war ein Wochenende mit dem Camper im Wallis, um ein paar mir noch unbekannte Trails zu entdecken. Rotscher und Sven machten mich mit ihren Berichten gluschtig auf einige Touren. Am Samstag wollte ich eine Tour um den Petit Mont Bovin und dann über die Varneralp machen.


Panorama in den Talkessel der Tièche


Ich fuhr mit der Standseilbahn die ersten Höhenmeter nach Montana hinauf. Der Preis war im Vergleich zu den Bahnen im Berner Oberland absolut in Ordnung, das Bike fuhr gratis mit. Das Wetter zeigte sich nach den Schneefällen der letzten Tage wieder angenehm.


Der lange Aufstieg führt über Aminona und Cave du Sex Richtung Bergstation. Zeitweise zogen Nebelschaden vom Tal hinauf, man wähnte sich bereits tief im Herbst.


Die Bergstation auf 2'383 M.ü.M. war verlassen, hat wohl nur im Winter offen. Letzte Schneereste zeugen vom garstigen Wetter der letzten Tage.


Unmittelbar dahinter begann dann der Erste einer Reihe von Hammertrails, die ich an diesem Tag noch antreffen sollte.


Abartig schön, in dieser unwirtlichen, aber herrlichen Gegend solche Trails anzutreffen.


Blick zurück wo ich herkam.


Bis zum Wasserfall runter war praktisch alles fahrbar. Ein wunderschöner Flecken Heimat hier hinten.


Auf der anderen Talseite geht's auf einem weiteren Trail weiter nach Montagne du Plan...


...und runter nach Tièche, wo sich die Wege teilen. Ich nahm den Trail Richtung Varneralp, welcher einige Trag- und Schiebeabschnitte aufweist, aber im zweiten Teil auch öfter befahren werden kann. Mit dem Wissen, dass es ein bisschen mühsam wird, kommt's einem gar nicht so lang vor.


Wenn man dann oberhalb Punkt 1992 zum Wald rauskommt gibt es doch einige Abschnitte zum fahren, immer noch stetig bergauf.


Ab Nüschelet hat es dann sogar einen Fahrweg.


Am Planigrächti ist dann mit 2'231 M.ü.M. der höchste Punkt erreicht.


Leider lud das Wetter nicht grad dazu ein, bei der Hütte auf der Terrasse einzukehren.

 
Panorama in die südlichen Walliser Alpenwelt.


Bis zur eigentlichen Varneralp führte der Trail bereits leicht abwärts wunderschön dem Hang entlang.


Herrliche Tiefblicke in den Talboden.


Und dann begann der Trail runter, einmal mehr einfach nur geil.


Die kleine Kapelle beim Chäller, wo ich auf einer anderen Tour ja auch schon war. Ein traumhafter Fecken.


Ein wenig weiter in Pfarschong geht's dann wieder rein in den Wald. Nun konnte ich endlich den lang ersehnten Trail fahren, auf welchen mich Rotscher schon mehrmals gluschtig machte. Hier kann man übrigens auch links weg, um über den Geissenpfad nach Leukerbad zu gelangen. Was dann kam war wiederum der Hammer. Weiter unten bog ich dann nach rechts weg, um direkt nach Taschunieru zu gelangen. Und es ging im gleichen Stil weiter.


Durch Taschunieru kurz auf der Teerstrasse wieder aufwärts, bog ich dann auf den mir bekannten Trail entlang der Grosse Wasserleitu ein. Nun führte die Suone auch mal Wasser, nicht wie im Winter wenn sie trocken liegt.


Und wenn man meint, es gehe nicht mehr besser, kommt noch einmal so ein Hammerabschnitt. Beim Punkt 1030 stach ich direkt runter und hatte nochmals Trails bis fast zur Hauptstrasse im Talboden und zum Campingplatz.

Immer wenn man denkt man kenne im Wallis doch nun einige Trails, wird man wieder überrascht, was es noch alles zu entdecken gibt. Und ich bin überzeugt, es hat noch viel viel mehr. 

37 km, 4h14', 1'535 hM