Das lange Warten hatte endlich ein Ende, es konnte losgehen. Ich hatte mich tierisch auf diese Tour gefreut, was alles auf uns zukommt, das Wetter, wie müde wir werden usw. Wir starteten in Le Châble und hatten am ersten Tag die gleiche Route vor uns, wie ich sie letztes Jahr bei meiner Combin-Tour machte.


Alles startbereit am Bahnhof Le Châble bei wunderschönstem Tourenwetter.

Wir fuhren bis Champsec abseits der Strasse, ab hier dann auf der um diese Zeit noch nicht stark befahrenen Hauptstrasse Richtung Mauvoisin. Ab Lourtier wechseln wir auf die alte Strasse, weil landschaftlich schöner, weniger Tunnels und auch weniger oder gar kein Verkehr. 


Vor Bonatchiesse öffnet sich dann das Tal, man fühlt erstmals die Berge und sieht bereits zur Staumauer des Lac de Mauvoisin.


Die immer wieder schöne Passage durch die Tunnels nach der Staumauer hoch über dem See mit interessanten Ausblicken.


Endlich draussen und auch über der Waldgrenze, die Bergwelt hielt uns bereits in ihrem Bann.


Einfach nur herrlich, die Ruhe und Einsamkeit auf der Fahrt zum Ende des Stausees.


Blick zurück auf die erste Geländestufe hinter dem See.


Nach einer kleinen Abfahrt gehts über den Bach...


...und in die Steigung Richtung Fenêtre de Durand. Ein kurzes Stück ist noch fahrbar.


Dann heisst's vorerst mal Bike auf die Schultern für die nächsten rund 350 hM.


Ab Punkt 2'610 kann man schon wieder einge Stücke schieben oder gar fahren. Insgesamt ein lockerer Pass, es gibt schwerere.


Immer vorwärts...


...mit der Passhöhe in Sicht...


...mit viel Power in den Beinen und Fun und Spass im Kopf, was will man mehr.


Fenêtre de Durand auf 2'797 M.ü.M. Mittagsrast mit der Beobachtung eines Bikebergsteigers, welcher die zusätzlichen 550 hM auf den daneben liegenden Mont Avril hochstieg, um wieder auf den Pass abzufahren. Seine Freundin, die hier wartetet, bestätigte uns, dass sie auch schon oben war und die Abfahrt ziemlich spassig sei.


Runter in Italien Richtung Comba de By.


Superschöne Abfahrt mit für mich nur wenigen unfahrbaren Stellen.


Nach nochmaligen 130 hM Aufstieg folgte der wunderschöne Trail entlang der Bisse Ru de By.


Schmaler Durchgang durch diese Felsspalte, den man nur seitlich gehen/rutschend durchlaufen kann.


Im Hintergrund ist nochmals das Fenêtre de Durand zu sehen. Der offenen Bisse entlang...


...gelangt man zur Alp Champillon, wo die Italiener wiederum zuhauf dem dolce far niente fröhnten. Auch wir genehmigten uns eine kühle Cola.


Schlussendlich folgte der krönende Tagesabschluss...


...über diese Hammerabfahrt...


...welche uns dann kurz vor unserem Tagesziel Etroubles ausspuckte.


Unser Hotel in Etroubles für die nächsten beiden Nächte, welches ich von zuhause aus reserviert hatte. Nach der Eindeckung mit Verpflegung für den nächsten Tag genehmigten wir uns das wohlverdiente Bierchen und stiessen auf den gelungenen Toureinstieg an.


65,9 km, 6h48', 2'347 hM