Zum Jahresende begab ich mich noch einmal ins Wallis, um kurz vor dem angesagten Wintereinbruch nochmal eine wunderschöne Biketour zu unternehmen. Da Rotscher auch grad im Wallis weilte, lag es natürlich nahe, dass wir was zusammen unternehmen. Da wir ja kürzlich sie Suonen abgefahren sind, war wieder mal die Südrampe dran.


Der Tag war kalt aber wunderschönes Wetter, die Trails trocken. Kein Schneefeld zu durchqueren, nicht mal Eiszapfen hatte es irgendwo.Ich fuhr mit dem Zug von Kandersteg nach Hohtenn, von wo wir uns dann genau bei Sonnenaufgang auf den Weg machten.


Sonnenaufgang am neuen Rastplatz über dem Luogelkinviadukt.


Wir hatten die Trails ganz alleine für uns, wohl noch wenige Biker haben erfasst, was für Möglichkeiten sich da einem nun bieten um diese Jahreszeit.


Hoch über der Bietschtalbrücke...


...und dann hinunter...


...durch diese schöne Felspartie...


...wieder an die Sonne. Langsam wurde es wärmer und an der Sonne doch sehr angenehm.


Bis Ausserberg folgten wir dem normalen Verlauf des Südrampentrails.


Hier nahmen wir wie letztes Jahr mit Ändu wieder die Undra Suon ins Baltschiedertal hinein und die Laldneri Suon hinaus. Aber wie ich schon letztes Jahr schrieb und Rotscher in seinem Bericht erwähnte, nicht jedermanns Sache, es ist verdammt heikel und ein Fehler ist der Letzte.


Von Eggerberg fuhren wir dann 500 hM auf der Teerstrasse in angenehmer Steigung rauf nach Finnen oder Finnu. Ich war noch nie hier oben und muss sagen, ein wunderschöner Fleck Erde hier oben. Uns bot sich eine traumhafte Aussicht auf Visp und die südlichen Walliser Alpen.


Wir fuhren zuerst oberhalb des eigentlichen Dorfes bis ans Ende der Strasse, dann auf einem wunderschönen Grastrail ins eigentliche Dörfchen.


Wunderschöne alte Häuser...


...und Speicher blieben hier erhalten und werden sorgsam gepflegt.


Eine nette Kapelle gehört ebenso zum Inventar...


...wie dieser Galgen, welcher an schönster Stelle über allem trohnt. Muss hier oben früher wohl gröber zugegangen sein...


Da wir dem Henker aber nicht noch zu einem Nebenverdienst verhelfen wollten (s. unterste Zeile auf der Tafel am Galgen), nahmen wir bald einmal die Abfahrt zurück nach Eggerberg unter die Räder. Eine Hammerabfahrt erster Güte, für mich zwei drei Stellen am Limit aber sensationell.


Auf dem normalen Südrampentrail rollten wir von Eggerberg über Lalden bis ober halb des Brigerbades. Hier nahmen wir den superschönen Zickzacktrail runter zum Bad. Technisch anspruchsvolle Spitzkehren, die Rotscher aber souverän meisterte. Wenn mehr Betrieb auf der Südrampe gewesen wäre, hätten wir das Fahrverbot in Hobiel selbstverständlich akzeptiert. Im Brigerbad trennten sich dann unsere Wege, ich fuhr nach Brig zum Bahnhof, um mit dem Zug wieder nach Kandersteg zurück zu kehren.

Einmal mehr blicke ich zurück auf eine Hammertour mit Rotscher. Der Slogan von Wallis Tourismus im Titel teilt meine Eindrücke für diesen wunderschönen Teil der Schweiz.

39 km, 3h41', 1'200 hM