Der Col de Champillon liegt auch unmittelbar in der Nähe und somit eine Begehung wert. Im Netz fand ich biketechnisch wenig Wissenswertes, es stellte sich dann später auch heraus wieso.


Panorama vom Col de Champillon Richtung Westen


Wiederum ein langer Aufstieg in der Morgenfrische auf Teer- und Forstwegen. Weder ein Bus noch irgend eine Bahn stehen hier zur Verfügung, was mir sehr gefällt.


Bald hatte ich die erste Höhe erreicht, wo ich der Bisse Ru de By entlang zur Alp Champillon fuhr. Ich umgekehrter Richtung kam ich ja kürzlich hier vom Fenêtre de Durand her.


Über eine Schotterstrasse erreichte ich zuerst eine Alp, von hier ging es sehr steil und teilweise nicht mehr fahrbar weiter zum Rifugio Letey. Bei der jungen freundlichen Belegschaft der Hütte genoss ich dann einen feinen Cappucino.


Der Aufstieg erfolgte auf einem wunderschönen Trail, welcher in umgekehrter Richtung wohl ein Genuss wäre zu fahren. Ich hoffte sehr auf der Gegenseite auf ähnliche Verhältnisse zu treffen.


Col de Champillon auf 2'709 M.ü.M.
Als ich die Abfahrt sah, stahl sich ein breites Grinsen in mein Gesicht, Flow vom Feinsten zeichnete sich ab. Leider war das nur von kurzer Dauer. Bereits vor der verfallenen Alp Crou de Bleintse wurde der Weg dermassen verblockt, dass ich bis runter zur Alp Ponteilles 500 hM zum grossen Teil nur schiebend bewältigen konnte. Nun wusste ich auch, wieso hier niemand mit dem Bike rübergeht, es lohnt sich schlicht nicht.


Panorama vom Col de Champillon Richtung Osten


Nach einem kurzen Aufstieg durch das Vallon de Menovy erwartete mich aber die Entschädigung für die Plackerei: ein Hammertrail, zuerst lange einer Suone entlang und dann, wie ich es nun aus der Gegend bereits gewohnt bin, eine geniale Abfahrt durch den Wald und über Wiesen nach Etroubles zurück.

Schade, dass diese Abfahrt vom Col de Champillon sich nicht lohnt, weil landschaftlich wiederum eine wunderschöne Tour.

39 km, 1'677 hM, 4h27'