Ein wunderschönes Wochenende war angesagt und wir entschlossen uns spontan, bereits am Freitag mit dem Camper ins Leukerbad zu fahren. Gemütlichkeit mit Wellnessen war geplant, ich hatte vor, ein paar kleinere Touren zu fahren.

 
Das Wetter war einfach nur super, die spätherbstliche Stimmung genial und zauberte herrliche Bilder hervor.

Rinderhütte - Flüealp

Ich fuhr via Flaschen und Torrentalp hoch zur Rinderhütte. Ein angenehmer Aufstieg, bis Torrentalp auf Asphaltstrasse.


Ausblick ins Wallis und zum Geissenpfad, welchen ich morgen machen wollte.


Wunderschön die Lärchen vor den verschneiten Alpen, hinten in der Mitte das Weisshorn.


Panorama zur Gemmi. Auf der Rinderhütte hatte es noch ein wenig Schnee, hinderte aber keineswegs.


Einzig im Schatten der Bergstation blieb der Schnee länger liegen.


Ich fuhr dann den Bergweg runter durch den Tunnel, wo auch die Skipiste durchführt. Dabei bietet sich immer wieder der spektakuläre Blick nach Leukerbad runter und zur Gemmi.


Nun bog ich ab auf einen Trail, den ich noch nicht kannte, nämlich zur Flüealp. Auf dem Nadelteppich der Lärchen ging es wunderschön ins Tal hinein, bis ich auf die Strasse zur Flüealp traf.


Ab der Flüealp ging es dann nur noch auf Trails fast bis vor die Campertüre. Zuerst noch weiter ins Tal über diese Hängebrücke bis zur Flüekapelle.


Hier war dann der Wendepunkt und es ging auf der anderen Talseite auf superschönen Trails zurück. Diese Tour sollte man wirklich nur zu Randstunden machen, es ist eine beliebte Rundwanderung von Leukerbad aus. Darum wählte ich auch den Freitag für die Tour aus.


Nochmals eine spektakuläre und wackelige Hängebrücke. Um zu schieben war sogar mein Lenker zu breit, man muss das Bike auf das Hinterrad stellen.

Mit 28 km, 3h05' und 1'312 hM eine superschöne Runde in diese mir bisher noch unbekannte Ecke des Leukerbades.

Geissenpfad

Heute wollte ich wieder mal den Geissenpfad runter, welchen ich bereits im Jahre 1990 mal von der Varneralp her kommend herunter fuhr.


Ich fuhr über den Römerweg runter via Inden bis zur Traverse zu den Varner Leitern. Ein superschöner abwechslungsreicher Trail, sensationeller Anfang der Tour.


Nach Inden befindet man sich immer etwas oberhalb der Strasse...


...mit schönem Ausblick ins Wallis. Ein Hammertrail, hat sehr viel Spass gemacht.


Nach einem kurzen knackigen schiebenden Aufstieg kommt man zu den Varner Leitern. Ab hier dann wiederum ein superschöner Trail dem Hang entlang bis runter zur Strasse, welche Richtung Taschunieru und dann zu meinem Ziel Pfarschong führt.


Es folgt ein langer, aber angenehmer Aufstieg, zuerst auf Asphalt, später Forststrasse, durch herrliche Lärchenwälder.


Dann ist es geschafft, die Strasse endet hier auf 1'880 M.ü.M. beim Chäller. Ein wunderschöner Ort mit herrlichen Aussichten weit in die Walliser Alpen. Hier lässt es sich verweilen.

 
Dann fängt der spassige Teil des Tages an, weswegen ich schliesslich auch hier hoch gefahren bin. Zuerst gehts über eine Alpwieder runter zu diesem wunderschönen (Ferien?)Haus auf Pfarschong. 


Danach fährt man auf gleicher Höhe wiederum auf einem Nadelteppich-Trail...


...bis man unvermittelt vor diesem Teil des Geissenpfades steht. Es geht ziemlich steil runter, unmittelbar am Abgrund entlang. Diese Traverse sieht man auch von weit her. 


Der Blick zurück zeigt ungefähr wie steil es ist. Diesen Sommer gingen hier die Teilnehmer des Swiss Epic rauf. Ich fuhr dann weiter hoch über dem Leukerbad auf dem Höhenwanderweg bis an den Fuss des Gemmiaufstieges. Einfach nur grandios, mit kurzen Laufpassagen und zum Teil sehr ausgesetzt.

27 km, 2h56', 1'307 hM

Wolfstritt

Am Sonntag morgen wollte ich noch einen weiteren, mir bisher unbekannten Trail befahren, nämlich den Wolfstritt. Die Wanderwegweiser dorthin habe ich bereits mehrmals gesehen.


Ich nahm diesmal den direkten Aufstieg zur Rinderhütte unter die Stollen. Über die Alp Folljeret...


...erreicht man die Lawinenverbauungen, wo die Skipiste durch einen Tunnel runter führt. 


Auf der Rinderhütte war der letzte Schnee vergangen. Einfach nur wunderschön und einzigartig um diese Jahreszeit. Keine Menschenseele, die Bahnen waren ja alle geschlossen.


Ich fuhr weiter auf altbekannten Pfaden Richtung Bachalp.


Der Trail war wunderbar trocken, kein Schlamm mehr nach dem Schneefall.


Ohne Worte...


Vor der ersten Gegensteigung fuhr ich dann rechts runter nach Tschärmilonga.


Panorama von Tschärmilonga Richtung Westalpen.


Weiter ging's einmal mehr auf einem super Trail...


...und durch wunderbare Lärchenwälder zur Torrentalp.


Der Wolfstritt war von hier aus nicht mehr weit. Bei der ersten Abzweigung stach ich dann in die Tiefe, war ja weiter mit Wolfstritt signalisiert.  Aber so direkt runter macht definitiv keinen Spass. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle, die den Wolfstritt fahren, hier hinuntergehen. Ich vermute eher dass man bei der Abzweigung auf dem "neuen Weg" bleiben muss und durch die Felsen zum Punkt 1710 fahren muss. Ab dem Punkt 1647 führt dann wieder ein super fahrbarer Trail nach Leukerbad runter. Mit 22 km, 2h46' und 1'079 hM war das eine relativ lockere Genusstour zum Abschluss dieser wunderbaren Tage im Leukerbad. Ich glaube, je nach Wetterlage muss ich so ein Abschlusswochende im Wallis zur Gewohnheit machen.