Auf der Rückfahrt aus den Herbstferien in Südfrankreich machten wir nochmals einen Abstecher ins Aostatal. Ich hatte da noch eine kleinere Tour gefunden, welche in den höchsten Tönen gelobt wurde, dazu später mehr. Sie war offenbar auch mal in der Ride beschrieben.


Wunderschönes Panorama in die italienischen Alpen

Wir fuhren zuhinterst ins Val di Cogne nach Lillaz und richteten uns auf dem dortigen Campingplatz ein. Am nächsten Morgen startete ich bei herrlichstem Wetter zur vorgesehenen Tour über den Passo Invergneux.


Der Anstieg führte anfangs über eine Teerstrasse, von welcher man noch eine Weile auf den Startort hinuntersehen konnte.


Der Anstieg war wunderschön zu fahren. Es folgten Waldstücke und herrliche Alpweiden, die meisten um diese Jahreszeitbereits einsam und verlassen.


Weiter hinten folgten einige Serpentinen entlang eines wunderschönen Wasserfalls.


Eine wunderschöne Hochebene tat sich auf, von welcher man in verschiedenen Richtungen weiter aufsteigen konnte. Die Gegend war typisch Westalpen, Einsamkeit pur, keine touristische Infrastruktur.


Hier bog ich dann von der Strasse auf den Trail ab, welcher in etwa 300 hM zum Passübergang links oben führte. Einige Abschnitte waren gar noch fahrbar.


Nach rund 35 Minuten erreichte ich den Passo Invergneux auf 2'902 M.ü.M. Die Aussicht auf die italienischen Westalpen war einfach nur grandios. Die letzten Schneereste der vergangenen Tage waren noch nicht ganz vergangen.


Was dann folgte war einfach nur noch sensationell. Ich bin ja schon einige Biketouren gefahren, aber dieser Trail war etwas vom schönsten was ich bisher erlebt habe. Bereits Klemens Bont beschrieb den Trail als einer der besten in den Alpen und auch Stuntzi rühmt den Trail in den höchsten Tönen.


Über die schönsten Alpen ist praktisch alles fahrbar bis zur ersten kleinen Geländestufe. Die Wegweiser zeigen auf weitere Col's, da wäre noch einiges abzufahren.


Der Trail führt dann durch eine erste kleinere Schlucht...


...auf einem absolut geilen Trail...


...zur nächsten Alp Tchezeu.


Hoch über einer weiteren Schlucht führt der Trail nach Gimillan und runter ins Tal nach Cogne.

Nach 34 km, 1'518 hM und 3h31' blickte ich auf eine Tour zurück, welche mir noch lange in Erinnerung bleiben wird und welche ich sicher noch mal machen werde. Die Eindrücke sind fast unbeschreiblich, man möchte gar nie aufhören diese in sich aufzusaugen. Am liebsten wäre ich die Runde gleich nochmal gefahren. Es bestätigte meine Absicht aus meiner Bikewoche im August, auf jeden Fall nochmal hierher zu kommen.