Ändu und ich nutzten einmal mehr einen prächtigen Samstag, um im Unterwallis unserer Leidenschaft nachzugehen. Es sollte auf die Porteil de Fully gehen, diesmal aber die sogenannte Variante plus. Letztes Mal musste ich hier ja aus Zeitgründen passen.


Panorama von der Cabane du Fénestral zum Lac de Fully

 
Diesmal war die Bahn von Dorénaz nach Champex intakt und wir bewältigten die ersten 670 hM mühelos schwebend. Der Chauffeur des eben angekommenen Postautos diente gleichzeitig auch als Bahnpersonal.


Zuerst auf Teer, dann auf Forststrassen steigt man zur Alp L'Au d'Alesse. Hier beginnt der wunderschöne Trail hoch über dem Rhontal.


Immer den Mont Blanc im Blickfeld...


...steigt der Weg stetig...


...dem Hang entlang Richtung Portail de Fully.


Herrlicher Blick runter ins Tal.


Ändu färt auf dem Portail de Fully ein. Er war noch nie hier oben.


Blick Rohnetal aufwärts mit dem Trail, den wir gleich fahren werden.


Hier ging's dann links rüber zum Aufstieg. Wir wählten ab hier den direkten Weg links um den See zur Cabane Sorniot, was nicht besonders attraktiv ist, viel verblockt und nur schiebend zu bewältigen. Besser ist es wohl, rechts um den See zu fahren.


Bei der Cabane Sorniot konnten wir endlich wieder ein Stück fahren, bevor es in den Aufstieg ging. Statt zur Staumauer und dem See entlang wählten wir den direkten Aufstieg in der Hoffnung, weiter oben einige Abschnitte fahren zu können.


Wunderschön die Silberdisteln. Im Sonnenlicht wurde auch klar, wieso die so heissen.


Ändu inmitten von Erdinger Kampfkühen, welche auf der Weide jedoch absolut friedlich sind.


Die Cabane du Fénestral, welche gerade neu gebaut wurde. Hier verköstigten wir uns ausgiebig mit Kaffee und Kuchen. Man konnte tatsächlich einige Abschnitte fahren und den steilen Aufstieg vom See durch die Geröllhalde umgehen. Welcher Weg nun besser ist, bleibt wohl offen.


Noch fünf Minuten schieben, dann standen wir auf dem Col de Fénestral auf 2'453 M.ü.M. Der Blick ins nächste Tal verhiess viel Fahrspass.


Imposante Kulisse in der wunderschönen, praktisch alles fahrbaren Abfahrt.


Das Tal wurde dann flacher, noch ein Blick zurück, schade dass wir schon unten waren.


Die folgenden Trails waren einfach nur der Hammer. Nach dem flachen Tal folgte ein technisch teilweise anspruchsvoller Teil durch ein Tobel, bevor wir die Strasse erstmals kreuzten. Aber es ging nochmals weiter in der Falllinie, sensationell.

Statt über Chibo und Beudon die Abfahrt zu nehmen, auf welche ich nach dem letzten Mal gar keine Lust hatte, fuhren wir ein bisschen weiter östlich zur nächsten Abfahrt. Diese kannte ich aus früheren Zeiten, als wir an einem Bikerennen hier rauf fuhren. Sie war etwas breiter und sehr schnell. In unzähligen Kehren führt sie zu Tale. Machte auch ziemlich Spass. Eine gute Alternative. Entlang der Rhone fuhren wir im Gegenwind zurück nach Dorénaz.

So wie wir die Tour heute gefahren sind, machte sie mir eindeutig mehr Spass als letztes mal, einerseits der Bogen über den Col de Fénestral und andererseits durch das Weglassen der für mich zu anstrengenden Abfahrt.

44 km, Fahrzeit 5h07', 1'729 hM