Nach einem weiteren Regentag freute ich mich, endlich die richtig hohen Pässe zu überqueren. Die folgende Tour habe ich hier heruntergeladen. Zweimal auf über 3'000 M.ü.M. standen mir bevor, dazu wohl viel schieben und tragen. Aber das gehört zu dieser Gegend.


Panorama zum Gran Paradiso


Ich startete in Bruil und nach ein paar hundert Metern fahren ging es direkt in den Anstieg. Zu vielen Alpen in der Gegend hat es auch keine Fahrwege, so dass von ganz unten geschoben und getragen werden muss.


Nach der ersten Geländestufe im Wald konnte wieder ein wenig gefahren werden zur Alp Entrelor.


Wieder ein verlassenes und verfallenes Alpgebäude auf Plan de Feyes auf 2'380 M.ü.M.


Nun hiess es endgültig das Bike schultern. Es ging immer steiler Richtung Passübergang. Ganz zuoberts waren noch ein paar in eine glatte Felswand gebohrte Eisentritte zu begehen, gesichert mit einem Seil.


Endlich oben auf dem Col Entrelor auf 3'002 M.ü.M. Für den ganzen Aufstieg benötigte ich etwa 2h15'. In Italien ist die Stimmung auf den Wander- und Bergwegen sehr freundlich, immer begrüsst man sich mit einem "salve" und als Biker wird man fast ein wenig bewundert. Auch interessant ist, wieviele Bergläufer unterwegs sind. Ich bin öfter solchen Läufern begegnet, in Laufschuhen und mit Kompressionssocken sind sie ziemlich schnell unterwegs. In den Westalpen finden ja einige solche Läufe statt, wie z.B. der Ultralauf rund um den Mont Blanc.


Wunderschönes Panorama im Hochgebirge


Nun gehts runter zum Lago Nero und Lago Djouan, praktisch wieder alles fahrbar. Im Hintergrund wäre irgendwo der Col Lauson zu sehen, welchen ich eigentlich noch auf dem Programm hatte.


Am Lago Nero mit Gran Paradiso. Kurz nach dem Lago Djouan beginnt dann die Steigung zum...


...Col Manteau auf 2'789 M.ü.M., die wiederum nur das Bike tragend zu bewältigen ist.


Schöne Felsformation


Nochmals ein wunderschönes Panorama zum Gran Paradiso.


Nun ging's immer leicht abfallend auf einem schönen Trail dem Hang entlang Richtung Rifugio Savoia am Colle Nivolet.


Weit unten zuhinterst im Val Savarenche ein riesiger total überfüllter Parkplatz. Solche sieht man in jedem Tal zuhinterst. Dann laufen die Touristen, hauptsächlich Italiener, für die im August Hauptferienzeit ist, zum nächsten Rifugio und geniessen dort die schöne Bergwelt.


Schönes Naturschauspiel


Nach einem kühlenden Getränk aus dem total überfüllten Rifugio Savoia begann unmittelbar der Aufstieg zum Colle Rosset. Im Hintergrund der Colle Nivolet, dessen Passstrasse nach dem Rifugio Savoia endet. Die Verbindung ins Val Savarenche wurde nie fertig gestellt.


Panorama im Aufstieg zum Colle Rosset zurück auf den Lago Rosset und den Lago Leità. Zwischen den beiden Seen war der Weg wieder fahrbar.


Hochebene vor der letzten Wand zum Passübergang.


Mit dem Colle Rosset auf 3'025 M.ü.M. war der zweite 3'000-er an diesem Tag erreicht.


Es folgte eine abwechslungsreiche Abfahrt mit Schiebe- und Trageabschnitten. Vor allem wieder unten im Wald war wenig fahrbar.


Auf solchen Trails macht Biken einfach Spass, aber wem sag ich das.....

Eine wunderschöne, aber auch harte und entsprechend langsame Tour mit 37 km, 6h44' Fahrzeit und 2'296 hM lag hinter mir. Ich habe die Tour in vollen Zügen genossen, viele Pausen eingelegt und die herrliche Bergwelt auf mich wirken lassen.