In meinen Bikeferien zog es mich in den nahen Süden, nämlich ins Aostatal. Fast jede Transalp in den Westalpen führt irgendwo hier durch. Und da ich die Westalpen sowieso genial finde, wollte ich mir einen für mich noch unbekannten Teil erfahren.
Ich recherchierte meine Touren in verschiedenen Foren und stützte mich auf Erfahrungsberichte von eingefleischten Westalpencracks im MTB-Forum.


Wunderbare einsame Bergwelt. Bereits die Anreise über den Grossen Sankt Bernhard weckte die Vorfreude auf die grandiose Bergwelt.

Die einzelnen Touren sind hier beschrieben:

Tour 1: Colle Malatra - Pas entre deux Sauts - Col de Sereina

Tour 2: Col Citrin

Tour 3: Col Entrelor - Col Manteau - Colle Rosset

Tour 4: Col Fenêtre - Col Bassac Déré


Das Gebiet bietet wenig bis keine Infrastruktur, das heisst keine Bahnunterstützung, die Pässe mussten alle erkämpft werden.


Ich logierte mit dem Camper auf verschiedenen Campingplätzen in den Tälern, immer so dass ich die nächsten Touren gut erreichen konnte.


Das Essen ist einfach super gut und zu Preisen, da will man gar nicht mehr selber kochen. Als Beispiel dieses Dessert, das ich an einem Dorffest erstand, eine Suppenkelle warme Himbeeren auf Mascarpone für 3 Euro.

Fazit dieses Tripps in die italienischen Alpen:
Man muss schon ein bisschen Machochist sein, um das Bike jeweils über 1000 Höhenmeter hochzuschleppen. Ist sicher nicht jedermanns Sache, aber mit einem 9 kg-Bike ist das Ganze ein bisschen erträglicher. Die Trails und die sensationell einsame Bergwelt sind halt schon einmalig, der Genussfaktor im Hochgebirge der Westalpen ist unbeschreiblich. Aber es sind harte Touren und man kommt nur sehr langsam vorwärts. Grad jedes Jahr würde ich das nicht machen. Kommt auch auf die Pässe an welche man begeht. Das Gebiet am Gran Paradiso bietet noch einige Leckerlis. Ich komme auf jeden Fall wieder.

Oder wie es Stuntzi treffend formuliert, Zitat: "Apropos Westalpen... die sind halt einfach anders. Keine meiner bisherigen Touren (und das waren einige) hatte einen derartig hohen Trailanteil wie diese kleine Seealpenwestalpensüdnordwestostung. Ich komm grob geschätzt wohl auf über neunzig Prozent Singletrackabfahrtsquote, sowas ist in den Ossis einfach nicht dauerhaft drin. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, aber zu hoch hinauf ziehen sich dort die Almen, zu früh beginnen Forstspisten, Teerstraßen und Zivilisation. Hier in den Wessis und auch zuvor in den Seealpen holpert es grundsätzlich und generell immer bis ganz runter auf den Talboden. Gefällt mir!" Gefällt mir auch sehr!

Leider war der Spass nach vier Touren vorbei. Der Wetterbericht sagte nichts Gutes und die geplante Tour über den Col Lauson musste ich sausen lassen. Aber der kommt noch dran. Immerhin bin ich in 3,5 Std. dort und das reicht für an einem Wochenende.