Es besteht die Gefahr, dass ich meine Blogleser langweile, aber mich zieht es einfach immer wieder hin in die Provence. Wie ich schon geschrieben habe, werde ich wohl nie genug bekommen von dieser wunderschönen Region. Wir starteten unsere Ferien diesmal ganz bikelos am Plage de Piemanson in der Camarque. Das ist ein ehemaliger Hippistrand, wer gerne campt sollte sich das mal ansehen, sensationell.

Wir zogen von da weiter an den Verdon, eine mir bis dahin unbekannte Ecke der Provence. Ich erhoffte mir, einige schöne Trails zu entdecken. Es ist jedoch ziemlich abgeschieden hier, für die nächst grössere Einkaufsmöglichkeit muss man einige Kilometer weit fahren. Auch für Begleitpersonen, welche weniger biken, ist es nicht so prickelnd, sich die Zeit totzuschlagen.


Unser einsamer Stellplatz. Trotzdem sehr idylisch.


Ich bewegte mich rund um den Verdon unterhalb der grossen Schlucht und des Lac de St. Croix. Mit entsprechender Vorbereitung wären sicher einige schöne Touren zu finden.


Irgendwann traf ich auch auf den Canal du Verdon, hier links unten. Er verläuft einige Kilometer entlang der Verdon in der unteren Schlucht.


Ich habe im Netz gesehen, dass dieser Kanal für Bikes befahrbar ist. Leider hatte ich kein Licht dabei, um durch die Tunnels zu gelangen, hätte mich sehr interessiert.


Immer wieder trifft und sieht man schöne Trails.


Am Lac de St. Croix hatten wir dann noch ein besonderes Erlebnis. Plötzlich tauchten drei Canadair in Begleitung der Patrouille de France auf. Offenbar handelte es sich um eine Übung oder Training für eine Flugshow.


Canadair sind diese Löschflugzeuge, welche in voller Fahrt Wasser auf der Seeoberfläche in den Rumpf laden. Wir konnten aus nächster Nähe die Manöver auf dem Wasser beobachten. Geili Sieche....

Das Gebiet am Verdon wäre sicher eine schöne Gegend zum biken, jedoch ziemlich abseits gelegen. Somit machten wir uns auf den Weg in uns bekanntere Gefilde, nämlich an den Fuss des Mont Ventoux. Hier war Bike- und Rennvelomässig immer noch der Bär los, die Campingplätze ziemlich voll.


Natürlich fuhr ich auch wieder auf der Schotterstrasse hinauf, mittlerweile war ich zum 17. Mal mit dem Velo oben. Einige können das sicher nicht nachvollziehen, ich bin jedoch jedesmal aufs neue fasziniert. 


Das sind keine Schneestecken, sondern Orientierungshilfen für die Wanderer, wenn plötzlicher Nebel aufzieht und die Sicht gleich Null wird.


Obligater Kaffeehalt im Chalet Reynard.


Am Einstieg zum 1000 Höhenmeter Downhill. Leider versagte meine Vorderbremse ihren Dienst unerklärlicherweise komplett trotz relativ neuer Bremsbeläge, was den Spass ein wenig minderte.


Auch am Fuss des Ventoux bin ich weiterhin immer auf der Suche nach neuen Trails. Und es gibt noch viele zu entdecken.

Es waren wiederum zwei sehr schöne Ferienwochen in meiner Lieblingsgegend. Bikemässig war ich weniger unterwegs als die letzten zwei Jahre in den Herbstferien, wir genossen das schöne Wetter, die Märkte, die laufenden Traubenernte und den feinen Rosé.