Jeden Tag sehe ich auf meinem Arbeitsweg, wie der Chasseral hoch über dem Nebelmeer über dem Mittelland thront und wunderschön an der Sonne liegt. Da es auf den Jurahöhen meistens auch ziemlich kalt ist, müsste doch eine Überquerung auf dem wenigen harten Schnee möglich sein. Gestern habe ich es gewagt, die Webcam auf dem Chasseral half mir auch hier bei der Entscheidung. Und ich wurde nicht enttäuscht.


Panorama vom Chasseral über das Mittelland

Ich startete in Nods und hatte keine Lust auf die Anfahrt von Biel durch den Nebel. So begann die Tour bereits wunderschön an der Sonne.


Im Aufstieg durch den Wald auf der gesperrten Strasse herrschte eine wunderbare Stille. Das Knirschen unter den Stollen war das einzige Geräusch.


Am Waldausgang ist das Ziel bereits nah, die Strasse wird wieder flacher und man geniesst die wunderbare Aussicht. Die Strasse war tip top befahrbar, man musste einfach die Eisflächen frühzeitig erkennen und umfahren.


Die eigentliche Passhöhe Chasseral mit dem Abzweig auf die andere Seite Richtung St. Immer, welche im Winter unpassierbar ist.


Das Restaurant habe ich rechts liegen gelassen, obwohl es offen gewesen wäre. Auch der letzte Teil des Aufsteges zum Turm war über den hartgefrorenen Schnee wunderbar zum fahren.


Einfach nur wundervoll dieser Ausblick beim Turm auf dem Gipfel. Bei einem warmen Tee aus der Thermosflasche genoss ich das herrliche Panorama.


Nun war ich gespannt auf den Trail über die Jurakette Richtung Osten. Und es war einfach nur geil. Der Trail war von den vielen Wanderern und Schneeschuhläufern schön flach und hartgedrückt, so dass richtig trailsurfen angesagt war. Der erste Teil vom Turm runter war sogar besser zu fahren als im Sommer, weil die Steine und Verblockungen alle unter dem Schnee lagen.


In diesem Stil ging es bis auf zwei drei Verwehungen weiter...


...über den Trail, alles in flottem Tempo fahrbar bis zum Punkt 1288. Dort starten die Ausflügler Richtung Chasseral. Weiter östlich wurde es dann um einiges mühsamer. Einerseits weil der Weg viel weniger begangen war und auch weil die Höhenlage immer tiefer und somit der Schnee auch immer weniger und weicher wurde.


Irgendwann hatte ich dann genug und fuhr auf direktem Weg nach Orvin runter und dann über Magglingen, wo ich dann wieder in den Nebel eintauchte, runter nach Biel.

Die Tour von 37 km in 3h40' hat sich auf alle Fälle gelohnt, zumindest der erste Teil. Der zweite Teil lohnt sich weniger, eigentlich müsste man die Runde auf dem Plateau unter dem Chasseral beginnen und dann ab dem Punkt 1288 wieder da runter fahren. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass diese Runde auch eine wunderschöne Vollmondtour sein könnte.