Wir haben unser erstes Bikewochenende mit dem Camper hinter uns. Und es hat richtig Spass gemacht. Wir fuhren am Freitagabend nach Andermatt und richteten uns auf dem Stellplatz bei der Talstation der Gemsstockbahn ein. Mit einigen Bierchen und einem Grillplausch stärkten wir uns für den nächsten Tag. Mit dabei waren die Trailblazer Aschi und Fred.

Samstag: Andermatt - Oberalppass - Maighelspass - Andermatt

Angesichts des angesagten Hitzetages starteten wir frühmorgens um 7 Uhr Richtung Oberalppass.


Nach dem lockeren Einfahren auf der Passstrasse gings ausserhalb der Galerie dem Stausee entlang zur Passhöhe.


Auf dem Oberalppass.


Wohl einzigartig: ein Superseven mit vollbepacktem Veloträger, gesehen auf dem Oberalppass.


Da wir zeitig waren, hatte es noch relativ wenig Leute auf dem Wanderweg vom Pass direkt dem Hang entlang.


Wunderschöne Hochebene im Val Maighels.


Auch einige kleinere Schneefelder waren noch zu queren...


...bevor nach kurzer Tragestrecke...


...der Maighelspass erreicht war. Hier rasteten wir ausgiebig und genossen die Ruhe, die herrliche Aussicht und die kühle Bergluft. Wir sollten uns im Verlauf des Tages noch sehnlichst an die kühle Brise hier oben erinnern.


Wunderschön der verspätete Bergfrühling mit seiner Blütenpracht.


Da gings dann runter, zuerst dem See entlang...


...dann auf einem teilweise ruppigen Trail bis auf die Alpstrasse. Hier waren die beiden Jungs mit den 29-Zöllern klar im Vorteil.


Hier machten wir noch einen Abstecher zur Vermigelhütte und genossen einmal mehr bei einem Most aus dem Brunnen die herrliche Bergwelt.


Nachdem wir in Andermatt noch unsere Vorräte aufgefrischt und gepackt hatten, fuhren meine beiden Kollegen mit den Bikes noch auf der Bikeroute durch die Schöllenenschlucht runter.


Die Temperaturen hier unten waren um einiges höher, es war brätschheiss und ein Riesenchaos auf der Strasse.


Auf dem Campingplatz in Flüelen richteten wir uns wiederum gemütlich ein und kühlten uns bei 37 Grad am Schatten im See wundervoll ab. Leider war dann aber genau hier in Flüelen die heisseste Nacht der ganzen Schweiz angesagt, um Mitternacht war es immer noch 32 Grad, verursacht durch den heissen Föhnsturm. An einen erholsamen Schlaf war nicht wirklich zu denken.

Sonntag: Flüelen - Riemenstalden - Chinzig - Eggbergen - Flüelen


Da wiederum ein heisserTag bevorstand, starteten wir bereits um 6 Uhr in Flüelen über die Axenstrasse Richtung Sisikon, wo dann der Aufstieg durchs Riemenstaldner Tal begann.


Dank dem frühen Start konnten wir alles am Schatten fahren. Mit 26 Grad am Morgen war es dennoch bereits sehr warm.


Kurze Rast auf der letzten Alp vor dem Übergang.


Und schon waren wir oben auf 1'487 M.ü.M.


Nach der kurzen Abfahrt bogen wir ins Tal Richtung Chinzig ein. Oberhalb Liplisbüel stärkten wir uns ein letztes Mal in einer netten Alpbeiz.


Zuhinterst im Tal stieg der Weg dann richtig an zum Chinzig.


Sogar die Ziegen flohen vor der Hitze in diese kühle Höhle.


Ziel erreicht auf dem Chinzig Chulm.


Gemütliche Rast inmitten der Kühe. Beinahe hätte eine Kuh Aschis Helm als Dessert verspeist. Bis auf einige Schleimspuren nahm der Helm dann aber keinen Schaden.


Blick in die Abfahrt nach Wiltschi. Kurz nach dem Chinzig verzweigt sich der Weg, es gibt zwei Möglichkeiten, nach Wiltschi zu gelangen. Wir entschiedne uns für den Weg rechts.


Der Einstieg in die Abfahrt ist bereits trickreich.


Im weiteren Verlauf zeigten sich wiederum die Vorteile der grösseren Räder. Ich war fast ein bisschen neidisch.


Blick zurück in die Abfahrt.


Rast am Fleschseeli. Aufgrund meiner langsam versagenden Bremsen nahm ich den Weg direkt nach Eggbergen, meine Kollegen bestiegen noch die Hüenderegg und von da dem Skilift entlang runter, alles nach Empfehlung von Chregus Tour.


Die geilen Arbeitsgeräte von Aschi und Fred. Muss ich mir doch auch noch ein Zweitbike zulegen?


Weiter unten trafen sich unsere Wege wieder. Eigentlich war die Absicht, gemäss Chregus Tour durchs Gruontal nach Flüelen runter zu fahren. Da er aber wohl nicht so begeistert war und wir doch schon ziemlich müde waren, verzichteten wir darauf und fuhren die offizielle Bikeroute runter.


Blick runter auf unser Ziel, den Campingplatz in Flüelen.


Wir konnten es uns nicht verkneifen und nahmen doch noch einen Wanderweg mit, der aber in seiner Steilheit und Verblockung wohl dem Weg durchs Gruontal nicht nachstand. Hätten wir doch dort runter können.

Am Ziel gab es nach 52 km und 5h45' nur eins, raus aus den Bikeklamotten und rein in den See, einfach herrlich.

Ein gelungenes Wochenende liegt hinter uns. Es hat sehr Spass gemacht und den Jungs hats gefallen, danke für die Begleitung und das Mitmachen. Und mit dem Camper stehen einem alle Möglichkeiten offen, man kann kurzfristig das Programm ändern und hin wo man will. Angesichts der grossen Hitze hätten wir anstatt nach Flüelen zu fahren auch in den Bergen bleiben können. Wir werden auf jeden Fall nach den Sommerferien im Herbst noch einige solche Weekends unternehmen.