Ich habe mir vorgenommen, diese Saison die Trails in der Innerschweiz ein wenig näher kennen zu lernen. Einige Berichte von Chregu machen doch richtig gwunderig. Am letzten Samstag begab ich mich deshalb nach Schüpfheim, um von da meine Tour über den Glaubenberg und dann auf den Fürstein zu starten.


Im Hintergrund das Tagesziel, der Fürstein.

Von Schüpfheim nahm ich via Entlebuch den einfachsten Aufstieg auf den Glaubenbergpass, nämlich über die Passstrasse.


Kaffehalt auf der Passhöhe.


Von da weg ging's über Nebensträsschen Richtung Sewen. Dabei wurde alte Erinnerungen wach, verbrachte ich doch hier 4 Wochen meines Lebens in grünen Kleidern und irrte zum grössten Teil sinnlos umher...


Bis zur Abzweigung zum Sattelpass war das Strässchen noch geteert. Eigentlich hatte ich im Sinn, via Sattelpass zum Stäldili und von da hoch zum Sewenseeli zu gelangen. Aber bereits der Einstieg Richtung Sattelpass sah nicht vielversprechend aus. Kam dazu dass ich gelesen habe, der Aufstieg vom Stäldili sei fast nur schiebend zu bewältigen.


Deshalb entschied ich, direkt zum Sewenseeli zu fahren, welches auch kurz darauf auftauchte. Ein wunderschöner Flecken Erde hier oben.

Ab hier hatte ich im Sinn, über den Fürstein auf die Wasserfallenegg zu gehen. Da der Weg bereits kurz nach dem Seelein schon ziemlich verblockt war, zögerte ich noch, ob ich mir das überhaupt antun sollte. Zudem wusste ich nicht, wie der Weg auf der anderen Seite runter war. Einmal mehr ein Experiment.


Nach einigem hin und her nahm ich den Weg trotzdem unter die Räder bzw. Füsse und schulterte den Weg bis zum Grat und anschliessend zum Gipfel hoch.


Über den Gipfel zogen mit der Bise einige Nebelfelder hinweg.


Blick zurück auf Sewen mit dem idyllischen Seelein.


Und hier runter ging es dann. Über schmale und ausgesetzte und verblockte Wege ging es alles zu Fuss bis zum Punkt 1797 auf der Wasserfallenegg. Auch von hier bis zum Punkt 1729 konnte man nur ganz kurze Abschnitte fahren. Das Experiment hat sich definitiv nicht gelohnt. Die einzige positive Erkenntnis bestand darin, dass ich momentan zu Fuss ziemlich flott vorankomme...


Über den Grat von rechts kommend konnte endlich wieder gebikt werden. Die Lust auf weitere Experimente war mir aber vergangen und so rollte ich über Stäldili runter nach Flüehli und zum Ausgangspunkt Schüpfheim. Eigentlich hatte ich noch vor, den direkten Weg durch das Chessiloch zu machen.


Richtung Schüpfheim gibt es dann doch noch einige hübsche Trails abseits der Strasse.

Fazit: 51 km in 4h25', gut trainiert aber richtiges Bikefeeling kam selten auf, das Experiment lohnte sich nicht. Vielen Dank noch an Chregu für die Tips, das nächste Mal halte ich mich noch weiter Richtung Pilatus, wo ich mich dann auf Deine Tourenberichte stützen kann.