Es war wieder einmal soweit, ich verbrachte 14 Tage Frühlingsferien am Mont Ventoux. Und das Wetter war tatsächlich frühlingshafter als in der Schweiz, in der zweiten Woche gab es bereits Tepperaturen über 25 Grad.

Diese zwei Wochen standen ganz im Zeichen der Entdeckung von neuen Trails, die ich auf GPSies.com anhand der Karten und Luftaufnahmen recherchiert habe.



Ich fand wunderschöne Trails, zum Teil die einsamsten Singletracks wo einem die Wildschweine über den Weg rannten. Es hatte aber auch verblockte Stellen und einige steile Aufstiege, die nicht fahrbar waren. Aber solche Sachen findet man erst vor Ort raus, was es ja umso spannender macht.



Wie näher man sich an den Flanken des Ventoux befindet, umso unwegsamer werden die Trails. Manchmal galt es abzuwägen, ob es sich lohnt, ein kurzes Stück zu schieben, um dann auf einen flowigen Trail zu gelangen.



Einsames ehemaliges Hotel in einer schönen Waldlichtung.


Kurz nach diesem Foto machte ich eine unliebsame Begegnung mit dem felsigen Untergrund, indem ich nach einer kurzen Unachtsamkeit einen herrlichen Abflug über den Lenker auf die Knie veranstaltete. Aber das gehört dazu, trotz einigem Blut, aber wenig Schmerzen ging die Tour weiter, so nach dem Motto: was nicht tötet macht härter.



Die Steilheit der Wege kommt wie so oft auf den Bildern zuwenig zum Ausdruck. Überall findet man diese Combes, welche in der Fallinie zu Tale führen. Technisch unspektakulär, trotzdem ist immer Vorsicht geboten, einerseits weil man schnell auf ansprechende Geschwindigkeiten kommt aber andererseits immer wieder viele gröbere Steine im Weg liegen.


In der Umgebung befinden sich viele ehemalige Gruben wie im Hintergrund, wo Ocker abgebaut wurde. Nun sind das tolle Spielplätze für Biker, Motocross- und Endurofahrer.



Weitere Eindrücke von sensationellen Trails bei schönstem Wetter.


Wie üblich stand auch wieder der Aufstieg auf den Gipfel des Ventoux auf dem Programm.




Diesmal fuhr ich vom Gipfel alles über den Grat...


...bis zum Start des Bikeparkes. Von dort wählte ich die mittelschwere Piste.


Mit entsprechend dem Hardtail angepasstem Tempo machte es einen Heidenspass in der Spur.


Blick zurück in den Bikepark.




Als Abfahrt wählte ich diesmal wieder so ein Combe mit 1000 Höhenmetern auf gut 5 km an einem Stück, ein Riesenspass! Den Spuren nach scheint das eine der beliebtesten Abfahrten zu sein, sie ist gar in Youtube auf ganzer Länge festgehalten. Danach die Rückfahrt durch die schönsten Rebberge, ein umfangreiches Frühstück und ab an den Pool, was für ein herrlicher Tag.

Insgesamt hatten wir sehr viel Glück mit dem Wetter, bis auf einen Tag kein Regen, in der ersten Woche dafür extrem starker Mistral (auf dem Gipfel blies es die Gümmeler von den Rädern, s. Youtube, die letzten Minuten).

Einmal mehr ein herrlich entspannender Urlaub verbunden mit einer der schönsten Freizeitbeschäftigungen, dem Biken.