Am Montag stand bei herrlichstem Wetter endlich meine langersehnte Traumtour an. Sie führte mich über den Passo di Val Trela durchs Val Mora nach St. Maria. Von da liess ich mich auf den Umbrailpass shutteln, von wo es über die Forcola und dann entlang den Stauseen Cancano und San Giacomo di Fraéle und den Alpisella zurück nach Livigno ging.


Panorama auf dem Forcola


Start in Tee di Pila.


Kurze Zeit später war ich schon auf dem Trela...


...und nach der rassigen Abfahrt auch schon an der Schweizer Grenze am Passo Val Mora.


Wunderbar die Einsamkeit im Val Mora, immer wieder sehr beeindruckend.


Aufgrund meines frühen Starts begegnete ich bis nach Döss Radond keiner Menschenseele.


Auf der Abfahrt nach St. Maria gab es einige schöne Trails abseits der Strasse zu entdecken.


Nach dem kurzen Shuttle auf den Umbrailpass startete ich mit dem Stilfserjoch im Rücken Richtung Forcola.


Der ganzen Bergflanke entlang verlief dieser wunderschöne Trail, erst die letzten paar Meter zum Pass mussten geschoben werden.


Bocchetta di Forcola


Aufgrund der Empfehlung von Spoony nahm ich den linken oberen Weg zur Boccetta di Pedenoletto. Auch hier musste das letzte Stück geschoben werden, die Aussicht hinunter nach Bormio entschädigte jedoch für die kleine Mühe.


Boccetta di Pedenoletto


Nach einer kurzen Fahrt durch Geröllfelder kam die Boccetta di Pedenolo. Ab hier begann dann die absolut faszinierendste Abfahrt, die ich bisher gefahren bin. Aufgrund der vielen Berichte und Bilder im Netz freute ich mich seit langer Zeit riesig auf dieses Teilstück.


Zuerst ging's durch unzählige Serpentinen über Alpweiden runter zur Alp Pedenolo.


Überall hörte man ihr Pfeiffen, aber gross beeindrucken liessen sie sich nicht.


Und dann steht man plötzlich oberhalb dieser Wand.


Der Weg ist nicht steil und auch technisch nicht anspruchsvoll, aber diese Aussicht in den Abgrund und die ganze Atmosphäre machen diese Wand so spektakulär.


Nach den letzten Kehren führt der Weg fast schnurgerade bis zuhinterst in den Talboden.


Der oberste Teil der Wand vom Lago di Cancano aus gesehen, faszinierend.


Lago di Cancano


Auf dem letzten Übergang des Tages, dem Alpisella war es dann geschafft. Noch einmal eine schnelle Abfahrt runter nach Livigno mit der Vorfreude auf ein kühles Bier.

Diese Tour ist einfach der Hammer. Und mit dem Shuttle auf den Umbrail ist sie auch nicht so anstrengend wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

68 km, 4h58'