Bereits am letzten Freitag begann ich meine Bikeferienwoche mit der Tour über die Nanzlicke. Herrliches Wetter bei sommerlichen Temperaturen waren angesagt. Für Samstag war ja schon eine Wetterverschlechterung in Sicht.

Blick zurück ins Wallis vom Aufstieg auf der alten Passstrasse zum Simplon.


Immer noch abseits der neuen Passstrasse.


Auch die Ganterbrücke kann bequem auf der alten Strasse umfahren werden.

Aufgrund der Berichte im GPS-Track und von Chregu wollte ich nicht unbedingt den anstrengenden Trail durch die Schlucht nehmen. Auf den verschiedenen Orthofotos im Netz sah ich, dass eventuell ein überfahren der Galerien möglich sein sollte. Das erwies sich jedoch als Trugschluss, standen doch immer wieder unumgängliche Hindernisse im Wege. So blieb nur der Weg auf der Passstrasse im Verkehr zur Auswahl, was jedoch mit Leuchtweste und Rücklichtern einigermassen sicher zu bewerkstelligen war.


Endlich oben, bot sich ein sensationeller Blick rüber in die Abfahrt vom Saflischpass. Erinnerungen werden wach...


Im Aufsteig zur üsseren Nanzlicke. Dieser war relativ einfach zu gehen, konnte doch immer wieder Stücke gefahren oder zumindest konnte das Bike geschoben und nicht getragen werden.


Auf der Passhöhe mit super Weitblicken in die Alpenwelt.


Blick rüber zum Gibidumpass.


Und dann kam das Sahnehäubchen mit der Abfahrt wieder runter ins Wallis.


Knapp 2000 Höhenmeter runter ohne auch nur ein einziges Mal zwangsweise abzusteigen auf den geilsten Trails, die man sich vorstellen kann.


Bei der Verzweigung zum Gibidumpass.


Eindrücke aus der Schlucht.


Als ich bei dieser Aussicht hoch über dem Wallis auf die ersten Autos traf, dachte ich mir, wie schön es doch wäre, jetzt noch etwas wie den 36-er anzutreffen. Kaum weitergefahren bog ein Wanderweg in die Tiefe, der zwar keine Spitzkehren aufwies, technisch aber den 36-er weit übertraf.


Dieser Weg spuckte mich erst auf dem Talboden wieder aus. Einfach Wahnsinn, dieser Abschluss nach 59 km und knapp 5 Stunden.

Die geplante Tour am Samstag über den Cornopass viel bereits dem Regen zum Opfer. Und heute in Livigno schiffte es den ganzen Tag wie aus Kübeln. Auf dem Ofenpass trafen wir einige bedauernswerte, bis auf die Haut durchnässte Transalp-Biker. Gerade jetzt am Sonntag Abend schneit es hier in Livigno wie im tiefsten Winter. Mal schauen, was für Touren bei den angesagten 50 cm Neuschnee auf 2500 Meter über Meer noch möglich sind. Ich hoffe, das schöne Wetter für nächste Woche lässt den Schnee schnell schmelzen.


Nachtrag: So sieht es heute Montag morgen in Livigno aus. Das war's dann wohl mit unserer Bikewoche...