Ich nutzte vergangenen Freitag einen der letzten schönen Herbsttage, um meine Saison abseits von Bergbahnen und Touristenrummel in mir heimischen Gefilden auf meistens einsamen Pfaden abzuschliessen.
Da ich gut 15 Jahre in Beatenberg lebte, kenne ich die Gegend in- und auswendig.

Die Tour ist neben dem Grünenbergpass nur auf kurzen Abschnitten mit der Tour von Trailblazer identisch. Ich habe diese Runde bereits mehrmals befahren und mit meinen Ortskenntnissen einige knackige Sachen eingebaut. Teile davon gehörten früher zu meinen Feierabend-runden, wie z.B. auch schnell aufs Niederhorn auf knapp 2000 Meter mit anschliessendem Downhill nach Hause.
Die Tour hat nicht mehr die langen Steigungen der Alpen, es ist ein stetiges auf und ab, von Teerstrassen bis Wurzeltrails ist alles enthalten.


Ich startete bei der Bahnstation Beatenberg und umfuhr dann das Dorf...


...über die Bodenalp...


...ins Rischerli.


Hier rechts hoch ein solcher Wurzeltrail, den nur Einheimische kennen.


Über das Amisbühl gings Richtung Habkern. Das Alpenpanorama vom Beatenberg aus ist einfach einmalig. Es gibt ja viele Dörfer die von sich sagen sie seien die schönsten. Aber für mich ist Beatenberg der schönste Ort (mindestens) der Schweiz.


Hier nehme ich im Gegensatz zu Trailblazer nicht die Teerstrasse nach Habkern, sondern fahre über drei wunderschöne Alpen an den Fuss des Grünenbergpasses.


Entlang gepflegten Alpweiden...


...und farbigen Felswänden...


...kommt man auf Alpiglen.


Über einen kurzen knackigen Anstieg erreicht man...


...die Alp Bäreney.


Von hier gehts runter über Wurzeltrails...


...auf die Chromatte.


Hinten der Hohgant.


In der Abfahrt runter an den Aufstieg zum Grünenbergpass blickt man auf Habkern, dahinter das Augstmatthorn.


Serpentinen im steilsten Teil des Grünenbergpasses. Hinten wiederum die Berner Alpen.


Zwischen Beatenberg und Sörenberg befindet sich eine der grössten zusammenhängenden Moorlandschaften der Schweiz. Diese rücksichtsvoll zu Fuss oder mit dem Bike zu erkunden und am Morgen oder Abend Begegnungen mit Gemsen, Steinböcken, Auerhühnern oder Munggen zu haben ist immer wieder eindrucksvoll.


Auf dem Grünenbergpass hat man einen sensationellen Ausblick bis runter zum Jura.


Eine der ganz wenigen Stellen, wo ich jeweils zu einem Fully nicht nein sagen würde, ist die Abfahrt vom Grünenbergpass ins Eriz.


Eine weitere schöne Alp unterwegs.


Am tiefsten Punkt im Eriz mit Blick zur nächsten Steigung. Das Thermometer beim Restaurant zeigte 17 Grad an. Nebst den getragenen kurzen Hosen hätte man es auch gut kurzärmlig ausgehalten.
In der Mitte hinten die Sichle, links daneben dann die Sieben Hengste.
Meine erste richtige Biketour im 1986 führte durch diese Sichel oben. Ich mag mich erinnern, als ich unverhofft über die Passhöhe kam, schauten mich die hier rastenden Wanderer an als ob ich von einem anderen Stern käme.


Wiederum satte Anstiege, zuerst über Schotterstrassen...


...über undere Schöritz..


...dann über Alpweiden zum...


...obere Schöritz in herrlicher Herbststimmung unter dem Burst.
In dieser Gegend war Florian Ast mit seinem Grossvater zusammen, das er im selbigen Lied besingt.


Auf der Anhöhe unterhalb des Sigriswilergrates geht es für ca. 1 km durch Geröllhalden...


...rüber auf den nächsten Grat. Bis auf die ersten 200 Meter und einige ausgesetzte Stellen ist der Trail grösstenteils befahrbar und macht riesen Spass.


Es geht weiter auf Naturstrassen zuerst runter und dann hinauf...


...auf die Zettenalp.


Blick zurück Richtung Eriz.


Über Wileralmi...


...geht es unterhalb des Sigriswiler Rothorns auf herrlichen Wander- und...


...Waldwegen...


...vor das letzte Hindernis des Tages, eine kurze Tragestrecke rauf und auf der anderen Seite wieder runter.


Man taucht ein ins Justistal, das Tal auf der anderen Seite der Sichel, oben das Niederhorn.


Bei den Hütten in der Bildmitte findet jeweils der berühmte Kästeilet im Justistal statt.


Die Grönhütte an der Strasse Sigriswil - Beatenberg, auch eine wunderschöne Strecke mit dem Rennvelo.


Als Abschluss kurz vor Beatenberg der herrliche Blick von der Grönstrasse auf Merligen und den Thunersee.

Tourdaten:
53 km, ca. 1800 Höhenmeter, 4:30 Min Fahrzeit


So das wars für diese Saison. Aus meinem Pool beim wohlverdienten Bier wünsche ich allen Blogern, BikerInnen und sonstigen MitleserInnen einen erholsamen und unfallfreien Winter.